Störtebeker Opti-Cup ‱ Helgoland 2014

Störtebeker Opti-Cup 2014Zwei unserer Opti-A Segler, Lisa (Opti 10138) und Till (Opti 11884) nahmen vom 26. bis 30. Juli 2014 am Störtebeker Opti-Cup teil. Diese Hochsee-Regatta fand 30 Seemeilen vom Festland, vor der deutschen Nordseeinsel Helgoland statt.

Lest hier den ausfĂŒhrlichen Bericht von Lisa.  

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Ich möchte Euch vom Störtebecker Opti-Cup, der einzigen Hochsee-Regatta fĂŒr die Bootsklasse Optimist (was eigentlich ein bisschen geschummelt ist) berichten.

Am Freitag den 25.07.2014 sind Till und Lisa mit ihren Eltern und dem 6er Trailer im Schlepp in Richtung Cuxhaven gestartet.
Den Transport der Boote haben wir mit Hilfe der „Naturfreunde Braunschweig“ optimiert. Dort haben wir unseren Trailer abgestellt und mit unseren beiden Opti’s 2 freie PlĂ€tze auf dem Trailer der Niedersachsen belegt. Diesen haben wir dann nach Cuxhaven gezogen und am Sammelplatz im Hafen abgestellt. Dort konnten wir auch das GepĂ€ck fĂŒr die Insel in große Holzboxen packen. Alles zusammen ging dann am nĂ€chsten Tag mit mehreren großen Frachtschiffen auf die Reise ĂŒber die Nordsee nach Helgoland. nachtsegeln 2014
Wir sind mit einer großen PersonenfĂ€hre ĂŒber die Nordsee gefahren. Der Hafen von Helgoland ist fĂŒr diese Schiffe zu flach. Deswegen ankern die FĂ€hren vor Helgoland. Man muss von der FĂ€hre in kleinere Boote umsteigen, die einen dann auf die Insel bringen.
Auf Helgoland angekommen, musste zunÀchst das GepÀck und vor allem die Boote abgeholt werden.
Zur Anmeldung bekam jeder einen Pass mit Bild, eine umfangreiche Segelanweisung und eine richtige Seekarte mit den markierten Regattagebieten, die wir uns gleich ins Boot geklebt haben. Der Pass musste immer vor der Ausfahrt abgegeben und nach der Heimfahrt abgeholt werden. So konnte sich die Regattaleitung immer sicher sein, dass kein Opti eventuell noch in Richtung England, DĂ€nemark oder zurĂŒck nach Deutschland unterwegs ist. Am Abend gab es eine kleine Eröffnungsfeier. Am nĂ€chsten Morgen war um 7.30 Uhr FrĂŒhstĂŒck und um 9.00 Uhr Steuermannsbesprechung. FĂŒr die Begleitboote gab es eine extra Besprechung. Unsere Boote wurden direkt an der Hafenpromenade aufgebaut. Viele Urlauber staunten ĂŒber das Treiben und stellten viele Fragen. Die Teilnehmer der Regatta kamen aus Deutschland, Polen und Italien. Die Boote wurden sehr streng kontrolliert. Vor allem achtete die Wettfahrleitung dabei auf die Schleppleine und die Lufttanks. Bei uns war alles in Ordnung.
In die Regattagebiete durften wir nicht auf direktem Weg segeln. Es wurden Sperrgebiete eingerichtet, damit wir nicht zu nahe an die großen Schiffe kommen und das Ein- und Ausbooten behindern. Die Begleitboote haben das sehr streng kontrolliert.
Auf der Nordsee gibt es Ebbe und Flut. Das Wasser steigt und fÀllt um etwa 2m. Dadurch kann auch eine starke Strömung entstehen. Die muss man beim Segeln beachten und aufpassen, dass man möglichst wenig Gegenströmung hat. Deshalb haben wir uns an den Motorbooten und an der SchrÀglage der Tonnen orientiert.
Auf dem Wasser waren ĂŒber 15 Trainer- und Sicherungsboote, damit uns nichts passiert. Bei WindstĂ€rke 2-3 segelten wir dann 3 Wettfahrten. Leider hatten wir keine großen Wellen. Am Abend konnten wir die Insel erkunden.
Der nĂ€chste Tag begann wieder mit einem FrĂŒhstĂŒck und einer Steuermanns­besprechung.
Danach segelten wir raus und vollendeten bei etwas mehr Wind und Wellen wiederum 3 Wettfahrten. Nach diesen Wettfahrten war Till jedoch einen Platz vor mich gerĂŒckt. Bei den Wettfahrten wurden wir nicht nur von den Begleitbooten aus beobachtet. Mitunter tauchte auch mal ein Seehund oder eine Kegelrobbe aus dem Wasser und schaute neugierig zu.

Am letzten Regattatag segelten wir nach FrĂŒhstĂŒck und Steuermanns­besprechung etwas frĂŒher raus. Außerdem wurde das Regattagebiet zwischen Helgoland und der benachbarten Badeinsel DĂŒne gelegt. Es gab etwas mehr Wind und sehr starke Strömung. Daher war es schon schwer das Zeitlimit zu schaffen. Nach einer Wettfahrt ging es zurĂŒck auf die Insel. Dort wurde es richtig hektisch, da die Boote sehr schnell fĂŒr den Transport auf die Trailer verladen werden mussten.
Danach begann die Siegerehrung. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Preise entgegennehmen konnten ;-(. Immerhin waren wir wahrscheinlich die ersten sĂ€chsischen Teilnehmer beim Cup und sind nicht auf den ganz hinteren PlĂ€tzen gelandet. Viel Aufmerksamkeit gab es bei der Versteigerung der Haare eines der Organisatoren. Die Glatze wurde gleich auf der BĂŒhne geschoren.

Nach der Siegerehrung sind wir mit anderen Optiseglern ganz allein mit der FĂ€hre auf die Insel DĂŒne ĂŒbergesetzt und haben diese erkundet.

Am Abend fand eine tolle Abschlussparty statt.

Da es so schön auf Helgoland war, blieben wir noch 3 Tage auf der Insel. Wir besichtigten das Aquarium, beobachteten Vögel an der SteilkĂŒste und Robben auf der DĂŒne und gingen viel schwimmen.
Unsere niedersĂ€chsischen Segelfreunde haben zwischenzeitlich den Trailer nach Braunschweig gezogen, so dass wir dort auf der RĂŒckfahrt wieder umladen konnten.

Helgoland war ein echtes Highlight der Segelsaison und deswegen werden wir bestimmt auch nÀchstes Jahr nach Helgoland fahren.

Lisa, Opti-A GER 10138           

Weitere Links: www.opti-helgoland.de | Ergebnisse, | Regattabahn vor Helgoland



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