HAFF-ZEITUNG: Junge Skipper lieben Wind und Wellen

Tauziehen des Trainerbootes aus dem SchlickAn einem Strang zogen die jungen Skipper des Segelvereins Leipzig SĂźd-West nicht nur zum Bergen des Trainerboots. FĂźnf Tage zelteten sie auf dem Gelände des Yachtclub UeckermĂźnde, gern kommen sie im nächsten Jahr wieder ans Haff. …
Ein Bericht vom Redaktionsmitglied der HAFF-ZEITUNG Robert Kiesel • 18.8.2012   

HAFF-ZEITUNG: â€žJunge Skipper lieben Wind und Wellen“

      Der Ruf als Segelsporteldorado eilt UeckermĂźnde voraus. Auch in Leipzig ist er mittlerweile angekommen. Die Stadt schickte eine Delegation ins Segeltrainingslager am Haff.

UeckermĂźnde. Zum FrĂźhstĂźck fĂźnf Packungen Milch, acht Kilo Kartoffeln zum Mittag und fĂźr eine Mahlzeit Spiegelei mit Spinat ganze 80 Eier. Keine Frage, in diesen Dimensionen kocht Carina Lubenau nicht alle Tage. Vor allem nicht unter freiem Himmel, im Kampf mit den Wespen, nur fĂźnf Meter von der Uecker entfernt. Warum das Ganze? Gemeinsam mit Ehemann Udo verkĂśstigt sie die Reisegruppe des Segelvereins Leipzig SĂźd-West während ihres fĂźnftägigen Trainingsla­gers am Haff Acht Begleiter und elf Kinder zählt die Reise­gruppe, die Nachwuchssegler sollen auf dem Haff ihr Reper­toire erheblich erweitern.
„Bei uns kĂśnnen wir nur zwei Binnenseen besegeln, hier lernen die Kids auch mit Wind und Wellen umzuge­hen“, erklärt Udo Lubenau. Das „Wellen-Ausreiten“ und Ăźberhaupt das Segeln auf dem offenen Haff oder der Ostsee sei etwas „ganz anderes”, daher haben sich die Leipziger UeckerrnĂźnde als Domizil ausgesucht.
Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte: „Wir hatten vier Tage sehr guten Wind, bis zu Windstärke fünf ging das“, so Udo Lubenau zufrieden.
  Drei Anfragen hatten sie in Vorbereitung ihres Trai­ningslagers abgeschickt, der Yachtclub UeckermĂźnde stimmte spontan zu. Auf dessen Gelände haben die Nach­wuchssegler fĂźr fĂźnf Tage und Nächte sprichwĂśrtlich ihre Zelte aufgeschlagen. Im Gepäck neben Schlafsack und lsomatte allerhand Zube­hĂśr, das nicht mal so eben im Reisegepäck verstaut ist.

Neun „Optis“ und einen 420er, dazu noch einen Katama­ran und mehrere Motorboote schaffte der Tross ans Haff, fĂźr den Transport hatte der Verein extra einen Trailer gebaut. Damit sich der Aufwand auch lohnt, sollten die Kinder so viel Zeit wie mĂśglich auf dem Wasser verbrin­gen. „Von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr täglich ist Training, am Abend gibt es dann noch eine Auswertung“ erklärt Udo Lubenau, Schon morgens beginnt der Tag mit Joggingeinheiten und LiegestĂźt­zen, ein hartes Programm fĂźr Kinder wie Betreuer. Die Zeit, den Ort ihrer Wahl etwas ge­nauer zu betrachten, nahmen sie sich trotzdem. „UeckermĂźnde ist wirklich schĂśn, wir sind positiv Ăźber­rascht“, so die Leipziger. Gern kommen sie auch im nächsten Jahr wieder ans Haff, denn Wind und Wellen, die sind hier einfach stärker und größer.

Kontakt zum Autor:
Robert Kiesel • r.kiesel@nordkurier.de
HAFF-ZEITUNG • 18.8.2012 Seite 19

Alle ziehen an einem Strang
    Foto: Robert Kiesel

 
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