Piraten und Optimisten in der Wettfahrt… Auf dem Gewässer sei wegen der geringen Größe des Sees zwar kein olympischer Kurs hinsichtlich der Länge machbar, aber nach olympischen Regeln werde auf jeden Fall gesegelt. Anspruchsvoll sei der im Sprach­gebrauch genannte Kulki vor allem wegen der unregelmäßigen BĂśen. … Julia Tonne Leipziger Volkszeitung 29.8.2012

LVZ: â€žMit Piraten und Optimisten hart am Wind“

          Seglerverein Leipzig SĂźd-West veranstaltet zum 39. Mal die „Expovita“ auf dem Kulkwitzer See

Markranstädt (jto). Von 8 bis 88 Jahren: Am Wochenende tummeln sich auf dem Kulkwitzer See in Markranstädt Segler jeden Alters. Der Seglerverein (SV) Leipzig SĂźd-West organisiert bereits zum 39.Mal die Regatta “Expovita”. DafĂźr sind noch Anmeldungen mĂśglich.
Vorstandsmitglied Christian Mammen rechnet mit einem großen Starterfeld: “Es werden wie im letzten Jahr mehr als 100 Segler.” Allein schon fĂźr die Wettkämpfe der Kinder in den Optimisten – kleine und leichte Jollen – die einhand gesegelt werden, gebe es bereits 30 An­meldungen. Weitere Bootsklassen sind Cadet, 420er, Laser Radial und Pirat. Mammen erwartet Wassersportler aus ganz Deutschland und Österreich. Immerhin stehen mehrere Wettbewerbe auf dem Wasser an. Ausgetragen werden die Landesmeisterschaft fĂźr Pirat, die Rang­listen­regatta fĂźr 420er, Optimist, Laser Radial und Pirat sowie die Wertungs­läufe zur sächsischen Jugend­rang­liste 420er und Optimist.
  Der älteste Bootstyp unter den fĂźnf ist laut Mammen der Pirat. Die Jolle wurde 1938 von dem deutschen Konstrukteur Carl Martens entworfen. Damit gewann er ein Preisausschreiben der Zeitschrift “Yacht”. Vor allem ältere Segler seien oft im Pirat unterwegs, “viele von ihnen sind ja quasi mit dem Boot groß geworden”, begrĂźndet Mammen. Ältester Teilnehmer im vergangenen Jahr war Ăźbrigens ein 87-Jähriger.
Auf dem Gewässer sei wegen der geringen Größe des Sees zwar kein olympischer Kurs hinsichtlich der Länge machbar, aber nach olympischen Regeln werde auf jeden Fall gesegelt. Anspruchsvoll sei der im Sprachgebrauch genannte Kulki vor allem wegen der unregelmäßigen Böen.
Anmeldungen sind heute auf der Internetseite www.Raceoffice.org/expovita und per Mail an expovita(at)seglerverein.de möglich. Nachmelden können sich Segler morgen bis 21 Uhr im Organisationsbüro am Seglerheim. Die Startgebühren bewegen sich je nach Bootsgröße zwischen acht und 20 Euro.

lvz-online.de | Leipziger Volkszeitung 30.8.2012

Piraten und Optimisten in der Wettfahrt
    Foto: J. Dutschke

 
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